Über
Mein Name ist Elena Carinelli, ich studiere derzeit im Bachelorstudiengang Bildende Kunst an der HKB in Bern.
Über mich
Ich bin eine junge Künstlerin, die sich mit Porträts auseinandersetzt, die Präsenz, Erinnerungen und Emotionen einfangen.
Mein Name ist Elena Carinelli und bin eine 21-jährige Künstlerin mit italienischen Wurzeln, die in der Schweiz lebt. Seit dem ich denken kann, zeichne ich fürs leben gerne - meiner Mutter zufolge schon bevor ich laufen lernte. Für mich war Kunst schon immer ein grosser Teil meines Lebens.
Ich entwickelte schon sehr früh ein Interesse an der Kunstgeschichte, insbesondere an der Renaissance, dem Barock und der Romantik. Künstler wie Leonardo da Vinci waren für mich eine frühe Inspiration, vor allem seine anatomische Studien und seine Fähigkeit, Wissenschaft und Beobachtung in Kunst zu verbinden. Meine Inspirationen haben sich im Laufe der Zeit erweitert, doch die Grundlage der klassischen Kunst beeinflusst mich noch heute.
Die Porträtmalerei hat mich schon immer fasziniert. Menschliche Gesichter und ihre Individualität interessieren mich sehr. Denn selbst innerhalb einer Familie sehen keine zwei Menschen gleich aus, und dennoch teilen sie vieles gleich. Diese Einzigartigkeit, kombiniert mit meinem Interesse an Anatomie und Ausdruck, ist es, was mich zur Porträtmalerei hinzieht.
Ein sehr wichtiger Einfluss in meinem Leben war meine Grossmutter, die ein ähnliches Interesse an Geschichte und Kunst teilte. Unsere Verbindung hat meinen künstlerischen Weg geprägt. Vor etwa einem Jahr hat ihr Tod meine Beziehung zu Erinnerungen, Präsenz und Abwesenheit tief verändert und geprägt. Dieser Moment in meinen Leben hat mich dazu gebracht, tiefer darüber nachzudenken, wie wir uns an Menschen erinnern und wie sich diese Erinnerungen im Laufe der Zeit weiterentwickeln.
Neben dieser persönlichen Erfahrung habe ich auch im Bereich der Palliative Care gearbeitet. Dies hat mir eine menschliche und bodenständige Sichtweise auf das Leben, die Familie und die Bedeutung von Verlust und Erinnerungen vermittelt.
Der Tod ist für mich extrem menschlich als auch faszinierend. Es ist etwas, das jeden Menschen betrifft, doch oft unausgesprochen bleibt oder sogar vermieden wird. Ich glaube, es ist wichtig, offener darüber sprechen zu können. Es ist wichtig, die damit verbundenen Emotionen anzuerkennen, uns zu erlauben, sie zu fühlen und zu akzeptieren.
Das Malen von Porträts ist für mich eine Möglichkeit, die Präsenz der Verstorbenen zu bewahren. Durch das Malen erstelle ich eine neue und dauerhafte Verbindung zu der Person her, auch wenn sie physisch nicht mehr anwesend ist.
Auf sehr persönliche Weise hat mir das Malen meiner Grossmutter ermöglicht, durch Erinnerung und Reflexion eine tiefere und andauernde Beziehung zu ihr aufrechtzuerhalten.
Respekt, Liebe und emotionale Tiefe prägen meine Arbeit. Jedes Porträt entsteht individuell, mit der Absicht, nicht nur das Aussehen, sondern auch etwas vom Wesen der Person einzufangen.